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DickarmspiegelungWie funktioniert eine Dickdarmspiegelung? Bei der Dickdarmspiegelung (Koloskopie) wird ein biegsames Endoskop, etwa von der Dicke eines kleinen Fingers (zehn bis 15 Millimeter) und der Länge von anderthalb Metern, zu Untersuchung des Dickdarms benutzt. Es besteht aus einem optischen System mit Objektiv und Okular, einer Lichtquelle und einer Spül- und Absaugvorrichtung. Außerdem besitzt es Arbeitskanäle, durch die chirurgische Instrumente für die Entnahme von Biopsien oder für kleinere operative Eingriffe eingeführt werden können. Oft ist das optische System des Koloskops über eine Kamera mit einem Monitor verbunden. Während der Koloskopie kann man Geschwüre, Blutungsstellen, Polypen, Divertikel (Darmausstülpungen) und chronisch entzündliche Darmerkrankungen erkennen. Polypen können schon während dieser Untersuchung abgetragen und Blutungen gestillt werden. Außerdem können bei Bedarf Biopsien entnommen werden. In einem Labor werden diese Gewebeproben schließlich untersucht, um eine genaue Diagnose zu erhalten. Wann ist eine Darmspiegelung notwendig? - Blut im Stuhl - lang anhaltende Durchfälle - immer wiederkehrende Verstopfung - nicht lachlassende Schmerzen im Ober- oder Unterbauch - als Vorsorgeuntersuchung auf Darmkrebs Ablauf: Vor der Untersuchung muss der Darm vollständig entleert sein, um die gesamte Schleimhaut beurteilen zu können. Das heißt, dass Sie am Tag zuvor Abführmittel nehmen und reichlich trinken müssen. Bei der Koloskopie wird das Endoskop über den After in den Mastdarm geschoben und von dort aus weiter in den Dickdarm. Ein Gleitgel erleichtert das Einführen und mindert das Brennen. Durch das Einblasen von Luft entfaltet sich der Dickdarm und ist so besser einsehbar. Während der Untersuchung, die 15 bis 30 Minuten dauert, liegen Sie zunächst bequem auf der linken Seite und drehen sich dann auf den Rücken. Grundsätzlich erhalten Sie ein entkrampfendes, ein schmerzstillendes und schläfrigmachendes Medikament gespritzt, das Ihnen die Untersuchung so angenehm wie möglich macht. 80-90 % aller Patienten empfinden so während der Untersuchung keinerlei Schmerzen oder Beschwerden. |
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